Ortsbeschreibung

Schützen am Gebirge ist eine typische nordburgenländische Gemeinde mit stark dörflichem Charakter, letzte Ortschaft an der Wulka vor ihrer Einmündung in den Neusiedler See, eingebettet zwischen Ruster Hügelland und Leithagebirge, mit ca. 1000 ha Waldfläche, 700 ha Ackerland und ca. 130 ha Weingartenfläche mit renommierten Weinbaubetrieben. Das südlich der Ortschaft gelegene Gemeindegebiet ist auch Teil des UNESCO Welterbegebietes Neusiedler See und Europaschutzgebietes Neusiedler See.
Das ursprüngliche Schmalangerdorf mit heute noch teilweise erhaltenen Giebelhäuserensembles bietet sich für eine Ortsbesichtigung an. Im Ortszentrum liegt der Dorfplatz mit dem Brunnen, einer Keramikarbeit des örtlichen Künstlers Robert Schneider, dahinter an der Fassade des Pfarrheimes das Kunstglasfenster von Prof. Erich Stanschitz „Maria Magdalena“ sowie dem Gebäudekomplex der „Alten Schule“, der heute großteils als Veranstaltungsstätte genutzt wird.
Die Pfarrkirche mit ihrer barocken Westfassade, umgeben von der Wehrmauer, ist der hl. Maria Magdalena geweiht. Gepflegte und renovierte Bildstöcke findet man im gesamten Gemeindegebiet. An ihnen vorbei führen teilweise asphaltierte Güterwege, wie auch der Radweg R 1 – Jubiläumsradweg, welcher einen Anschluss an die Landeshauptstadt einerseits und an den Neusiedler See-Radrundweg andererseits bietet.
Naherholungsgebiet Goldberg:
Der Goldberg, die höchste Erhebung des Ruster Hügellandes mit Seehöhe 224 m, wurde 1973 wegen seiner besonderen Flora (Trockenrasen, Flaumeichen, Blumenvielfalt) zum Naturschutzgebiet erklärt. Von hier aus kann man auch einen grandiosen Panoramablick über den See bis nach Frauenkirchen und über das Wulkatal bis hin zum Schneeberg genießen.
Der Bereich rund um den Goldberg mit dem Aussichtsturm „Blick ins Welterbegebiet Neusiedler See“ bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten in einer intakten Natur- und Kulturlandschaft. Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein.
Der fürstlich-esterházysche Tiergarten, ein Wald- und Jagdgebiet am Leithagebirge, ist für die allgemeine Öffentlichkeit zwar nicht zugänglich, bietet aber den Freunden der Jagd besondere Möglichkeiten.
Ortsname:
Erstmalige urkundliche Erwähnung 1211 als „Löwö“ (richtig übersetzt: Schützen)
1390 bis ca. 1875: „Gschieß“, benannt nach dem Herrschaftsurbar Eisenstadt der Grafen von Geschies.
1867 bis 1921: „Sérz“, ungarische Übersetzung von Gschieß.
Ab 1924: heutiger Name „Schützen am Gebirge“, welcher sich wieder auf die alte Grenzwächtersiedlung „Löwö“ bezieht.
Statistik:
Katastral- und Ortsgemeinde: 21,20 km²
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
rund 1450 Einwohner
Seehöhe 130 m
Kommunale Einrichtungen:
Gemeindeamt, Kinderkrippe, Kindergarten, Volksschule, Nachmittagsbetreuung für Volksschüler, Kreisarzt, Feuerwehrhaus, Polizeiposten, Friedhof mit Aufbahrungshalle und Urnenhain, Zentralkläranlage des Reinhaltungsverbandes Neusiedler See-Westufer, Bauschuttdeponie, Altstoffsammelzentrum, Jugendzentrum, Kinderspielplatz Quellengasse, Kinderspielplatz Jesenskyweg, Raiffeisenbank, Bushaltestellen, Bahnhof und Bahn-Haltestelle, Generationentreff